1949 wurde zum ersten Mal die Möglichkeit erwähnt, dass man mit einem Computer auch Kunstwerke erschaffen könne. Diese Vorstellung, die Anfang der 50er Jahre an Universitäten und Forschungseinrichtungen intensiv diskutiert wurde, fand ihren Niederschlag in ersten Computergrafiken: es waren Wissenschaftler, Ingenieure und Architekten, die sich als Künstler betätigten.

1965 wurden einige dieser Arbeiten erstmals  in Deutschland und den USA im Rahmen einer Ausstellung präsentiert. Es folgte dann 1968 eine Ausstellung im Institute of Contemporary Arts in London unter dem Titel „Cybernetic Serendipity“. Es sollte die erste Ausstellung werden, die alle Aspekte der computerunterstützten kreativen Arbeit auf unterschiedlichen Gebieten der Kultur präsentierte: Kunst, Musik, Lyrik, Tanz, Skulptur und Animation.

Wichtiges Motiv für die künstlerische und intellektuelle Auseinandersetzung jener Zeit war die Klärung, welche Rolle die Kybernetik in der modernen Kunst spielte. Es zeigte sich in der Ausstellung, die Roboter, Lyrik-, Musik- und Zeichen-Maschinen sowie unterschiedliche Arten von Kunstwerken umfasste, dass der Zufall eine entscheidende Rolle spielte.

Dies sollte sich dann später vor allem ab den 90er Jahren entscheidend ändern.